Aktuelles von der Feuerwehr

Bei der Wartung der Atemschutzmasken arbeiten alle Wetterauer Feuerwehren zusammen

Wetteraukreis (pdw) Rund 130 Feuerwehren gibt es im Wetteraukreis mit seinen 25 Städten und Gemeinden. Seit 2010 werden alle Atemschutzmasken zentral von einer Werkstatt der Bad Nauheimer Feuerwache gewartet.

Landrat und Bürgermeister vereinbaren Zusammenarbeit bei der Wartung von Atemschutzmasken

Landrat und Bürgermeister vereinbaren Zusammenarbeit bei der Wartung von Atemschutzmasken.

Neue Geräte werden hier auch zentral eingekauft mit erheblichem Nutzen für die beteiligten Städte und Gemeinden. Mehr als zwei Millionen Euro können sie dadurch sparen. Das jedenfalls hat der Steuerzahlerbund errechnet, der diese interkommunale Feuerwehr-Kooperation mit dem „Spar-Euro“ ausgezeichnet hat.

In einem öffentlich-rechtlichen Vertrag wurde jetzt die Fortsetzung der Kooperation für sechs weitere Jahre beschlossen. Darin vereinbaren die Städte und Gemeinden und der Wetteraukreis gemeinsam im Rahmen eines Mietkaufs, „Atemschutzkomponenten zur Erhaltung der Nutzbarkeit der vorhandenen einheitlichen Atemschutzausrüstung“ zu beschaffen.

Die vorhandenen Geräte aus dem vorherigen Verbund von 10 Jahren sind mittlerweile Eigentum der Kommunen. Die Geräte wurden nun auf eine aktuelle Technik umgerüstet, daher sind die Kosten weiterhin gesunken

Feuerwehren sparen Millionen

Der Betreiber, also die Feuerwehr Bad Nauheim, wird mit der Vertragsunterzeichnung von den Kommunen beauftragt, in ihrem Namen den Mietkauf abzuwickeln und die beschafften Geräte zu registrieren sowie an die Kommunen und den Wetteraukreis auszuliefern.

Finanziert wird Wartung, Pflege und Logistik über einen zu zahlenden Betrag pro Gerät und Monat. Die Höhe des Betrages richtet sich nach der Anzahl der eingebrachten Atemschutzkomplettgeräte. Teil des Vertrags ist auch eine Geräteversicherung, die sicherstellt, dass im Schadensfall ein Gerät in vollem Umfang repariert oder ersetzt wird.

Hol- und Bringservice

Die Feuerwehr Bad Nauheim stellt sicher, dass Geräte fach- und termingerecht nach deren Gebrauch bei den Kommunen abgeholt und gegen gewartete Geräte aus dem Verbund ausgetauscht werden. „Für die kommunalen Feuerwehren ist das eine große Entlastung, sowohl finanziell als auch logistisch“, erläutert Kreisbrandinspektor Lars Henrich.

„Ein Großbrand wie unlängst bei den Wetterauer Entsorgungsbetrieben sorgt für eine Vielzahl von benutzten Atemschutzgeräten, die nach dem Einsatz von der Feuerwehr Bad Nauheim abgeholt und unmittelbar gegen andere Geräte ausgetauscht werden, so dass die beteiligten Feuerwehren sofort wieder einsatzbereit sind“, sagte Landrat und Feuerwehrdezernent Jan Weckler.

Insgesamt sind rund 1.100 Atemschutzgeräte bei den Wetterauer Feuerwehren im Einsatz, die jetzt für weitere sechs Jahre gewartet, geprüft, gepflegt, repariert und kurzfristig zur Verfügung gestellt werden. „Der Verbund bei den Atemschutzgeräten ist ein Beispiel für vorbildliche interkommunale Zusammenarbeit. Es bündelt Know How, spart für die Feuerwehren vor Ort Zeit und Geld und dient letztlich auch dem professionellen Einsatz und der Sicherheit unserer Feuerwehren“, wie Landrat Jan Weckler feststellt.

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