Grußworte der Bürgermeisterin

  • Ausgabe August 2020

    Ausgabe August 2020

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    der Wind pfeift schon an manchen Tagen und Abenden durch die Stoppelfelder. Nach alter Bauernweisheit ist der Sommer dann auch bald zu Ende...

    Auch wenn die große Hitze damit vorbei ist, wird es hoffentlich ein paar schöne Sonnenstunden im Herbst geben.

    Diesen wollen wir nutzen, um alle Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen, und im Rahmen der Bürgerversammlung am 24.09. über die Entwicklung und Zukunft unserer Gemeinde zu reden, unsere Orte anzuschauen.

    Da wegen der notwendigen CORONA Abstands- und Vorsichtsregeln die Obergrenze für Teilnehmer bei zentralen Veranstaltungen einzuhalten ist, können wir nicht alle Bürger an der Bürgerversammlung empfangen. Deswegen  werden wir zusätzlich zu Bürgerinformationen eingeladen. Ich freue mich - im Rahmen beider Veranstaltungsformate - zusammen mit dem Vorsitzenden Christian Seitz, auf spannende Gespräche und interessante Fragen. Anmeldebögen und Einladungen finden Sie in dieser Ausgabe.

    Neben dem Dauer-Thema: „Corona“, haben wir unendlich viele Bereiche, mit denen wir uns zu befassen haben. Da ist es hilfreich, wenn Sie uns dabei helfen, dass „falsches und hinderliches Parken“, „Zigarettenstummeln auf öffentlichem Boden“ oder auch „illegale Müllentsorgung“ nicht noch zusätzliche Probleme vor Ort schaffen. Ich appelliere an Vernunft und Eigenverantwortung. WIR alle leben hier zusammen und wollen uns wohlfühlen.

    Gemeinde gehört zur Wortfamilie: Gemeinschaft. Eine erfolgreiche Gemeinschaft sind wir, wenn wir uns gemeinsam dem Klima- und Umweltschutz, Sicherheit, sozialer Verantwortung, Integration und Miteinander in der Gemeinde zuwenden. Die dörfliche Idylle kann sicherlich durch zu schnelles Wachstum gefährdet werden. Sie ist aber auch eine Frage, wie gut unsere sozialen Netzwerke (nicht nur bei Facebook) funktionieren, wie viel wir noch „life“ miteinander reden, wie solide wir Informationen einholen und wie unser soziales Leben in den Vereinen in dieser schweren Zeit aufrecht erhalten bleibt.

    Deshalb: Nutzen Sie unsere Gesprächsangebote, die wir gerne mit entsprechenden Corona-bedingten Aufwand organisieren.

    Wir freuen uns auf Sie!

    Cäcilia Reichert-Dietzel und das Rathaus-Team!

  • Ausgabe Juli 2020

    Ausgabe Juli 2020

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    auch wenn uns das Thema „Corona“ nicht verlässt, hält es uns nicht mehr ganz so in Atem, wie noch vor einigen Wochen. An manche Abläufe und Maßnahmen hat man sich gewöhnt, wie die Maskenpflicht beim Einkaufen und der notwendige Abstand, wenn man sich unterhält, der Verzicht auf die schöne Geste des „Hände schütteln“. Auch wenn die Masken beim Kleidungskauf oder bei größerem Familieneinkauf durchaus lästig sind (geht Ihnen das auch so?) und wir uns gerne wieder mal spontan in den Arm fallen würden, so wissen wir: Gegenseitige Rücksichtnahme und Besonnenheit haben uns bislang recht gut durch diese Zeit gebracht, vergleicht man andere europäische Länder oder schaut man sich an, was aktuell über dem Ozean geschieht.

    Die Urlaubszeit hat uns inzwischen erreicht. Manchen treibt es in die Ferne, soweit dies eben möglich ist. Denen wünschen wir, dass sie recht bald und gesund wieder in unserer Gemeinde zurückkehren!
    Andere bleiben „Daheim“.

    Da ist es ja auch echt schön. Alle unsere Dörfer haben einzigartige Ecken - ich entdecke bei meinen Touren auch immer wieder Neues. Zuletzt waren wir mit dem Fahrrad mal auf dem Bergkamm des Laisbachtals - hier gibt es herrliche Panorama Ausblicke auf Bellmuth und Bobenhausen, bis in die Weite der Wetterau und - bei klarer Sicht - auch den Taunus. Nimmt man eine der vielen Wege in Dauernheim über den Weinberg oder in Richtung Alteburg und hier rauf auf die Höhen, so kann man den Vogelsberg in seiner ganzen Pracht betrachten. Es gibt nette Eisdielen in Nidda und Büdingen sowie etliche Museen, kulturelle Einrichtungen und ein kühles Tret-Becken am Radweg, wenn man wieder in die Heimat zurückkommt. Vielleicht besorgen Sie sich einen unserer vielen Wander- und Radwegeratgeber von Wetterau und Vogelsberg. Es gibt immer wieder viel zu entdecken in unserer Region! Wir bleiben in diesem Jahr auch zuhause und ich freue mich total auf einen entspannten Urlaub „daheim“!

    Nun gibt es auch viele Themen, die uns jenseits der Corona-Krise in unserer Gemeinde beschäftigen. Das, was in unserer Gemeinde geschieht, geht sie alle an, auch wenn ein anderer Ortsteil betroffen ist, oder Sie ganz persönlich erst einmal nicht betroffen sind. Jedes Thema betrifft Sie letztlich mehr als sie denken...:

    • Die Suche nach dem richtigen Standort für ein Feuerwehrhaus für die Ortsteilfeuerwehr Ober-Mockstadt
    • Der Umgang mit den hohen finanziellen Aufwendungen im Bereich der Kinderbetreuung und die Forderung gegenüber dem Land Hessen, das nicht als alleinige Aufgabe der Städte und Gemeinden zu sehen
    • Die Abschaffung oder Beibehaltung der Straßenbeiträge, auch mit dem Ziel, dies nicht als alleinige Aufgabe der Gemeinden zu sehen
    • Der Beitritt zum Regionalverband Frankfurt, Rhein/Main
    • Die laufende Dorfentwicklung bis 2022 und die Vorbereitungen des Vereins Oberhessen auf die Regionale Landesgartenschau in 2027
    • Die Baulandentwicklung in allen Ortsteilen
    • Das Projekt „Wachsen lassen“, Natur- sowie Klimaschutz in allen Ortsteilen

    Auch gibt es Themen, die in der Bevölkerung Fragen aufwerfen, und nicht ganz so grundsätzlicher Natur sind. Spontan fallen mir zwei Themen ein:

    Der Dorfbrunnen in Dauernheim: Einige haben mir erklärt, dass dort seit 100 Jahren Kinder spielen und doch noch nie etwas passiert sei. Ich glaube das und ich hätte nichts lieber, als das wir das so stehen lassen könnten. Dennoch: Alles, was geschehen kann, geschieht, fragt sich nur, wann und wo. Und wir können das Urteil gegen einen Bürgermeister nicht ignorieren, der wegen drei ertrunkener Kinder verurteilt wurde. Seitdem müssen wir alle Gewässer einzeln untersuchen, wie gefährlich sie sind. Dort, wo wir Kinder spielen sehen, muss allerdings sofort reagiert werden. Aber keine Angst: Wir werden den Brunnen nicht so abgesperrt lassen, sondern sicherlich einen Weg finden, dass die Kinder auch weiter am Dorfbrunnen sicherer spielen können.

    Eine Bitte habe ich aber an alle Eltern: Bitte sprechen Sie mit ihren Kindern über die Gefahren von Gewässern und achten Sie auf die Kleinsten. Wir danken denjenigen, die im Dorf hier und da ein wachsames Auge auf unsere Kleinsten werfen. Da gilt der alte Spruch: „Ein ganzes Dorf erzieht ein einziges Kind am allerbesten!“

    Mancher mag sich auch fragen, warum die Gemeindevertretung sich dafür entschieden hat, dem ehemaligen Bürgermeister Otto-Engel, einen Platz der Erinnerung einzuräumen? Otto-Engel war nach 1945 bis 1962 ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Ranstadt. Sein Grabstein wurde zuletzt entfernt. Nichts erinnerte mehr an diesen zwar stark umstrittenen, aber engagierten Mann, dem die Gemeinde Ranstadt seine maßgebende und prägende Entwicklung nach dem Krieg bis heute mit zu verdanken hat. So war er verantwortlich für die Ansiedlung der Hassia, startete Baulandoffensiven sowie den Bau von Wasser- und Kanalleitungen sowie sozialen Einrichtungen, wie Bücherei, Kindergarten, Spielplatz u.V.m. Es wurde schon häufig über eine Erinnerungsstätte des Verstorbenen beraten. Nun finden die Ranstädter diese nach Abschluss der Bauarbeiten am Brandschutz-Bildungs- und Begegnungszentrum. Hier wird der Spielplatz und der Bürgerhauspark in Otto-Engel-Platz benannt; ferner soll das Haus, in dem die Bücherei untergebracht ist, eine Erinnerungsplakette erhalten.

    Sich Menschen zu erinnern, die verstorben sind und für unsere Gemeinschaft gute Werke vollbracht haben, ist ein Zeichen des Respekts und dient der Nachwelt als Vorbild, sich für unsere Gesellschaft zu engagieren.

    In der Hoffnung, dass dies wohl gemeint verstanden und gewürdigt wird, und in Dankbarkeit für all´ diejenigen, die sich ehrenamtlich und sozial für unsere Gemeinschaft einsetzen, verbleibe ich mit den besten Wünschen für einen herrlichen Sommer in unserer Gemeinde...

    Ihre Bürgermeisterin
    Cäcilia Reichert-Dietzel

  • Ausgabe Juni 2020

    Ausgabe Juni 2020

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    wir freuen uns, dass der Sommer die gesamte Lage in unserem Land und auch in unserer Gemeinde etwas entspannt hat. Man darf wieder reisen, die Kinder dürfen sich - nach und nach - wieder in der Kindertagesstätte und in der Schule treffen, das Wetter erfreut uns an den allermeisten Tagen der letzten Wochen.

    Mancher mag noch ein beklemmendes Gefühl haben - daher gilt:

    Es ist nach wie vor besondere Sensibilität und Rücksichtnahme an den Tag zu legen, besonders Menschen gegenüber, die einer Risikogruppe angehören!

    In unserer Gemeinde gibt es so wunderbare Menschen, denen die Gemeinschaft wichtig ist. Sie haben 2.000 Masken genäht, haben Kinderaktionen ins Leben gerufen, Hilfebedürftigen eingekauft und sich zum Teil hohen eigenen Gefahren ausgesetzt. Auch diejenigen, die bei Feuerwehr, Rettungsdienst und als Polizeibeamte auf der Straße, die in Krankenhäuser und in Pflegeinrichtungen für diese Gesellschaft einen wichtigen Beitrag geleistet haben und ihn immer noch leisten, sind besonders wert zu schätzen!

    Ich appelliere daran, dass diese Berufsgruppen und alle ehrenamtlich Engagierten auch weiterhin unsere Unterstützung und Rückendeckung erhalten!

    Wir in der Verwaltung erfahren täglich, welche Schwierigkeiten für kranke und ältere Menschen durch die Corona Krise ausgelöst wurden, welche Unsicherheiten für viele Menschen bestehen, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben oder gar ihre Arbeit verloren haben.
    Wir kennen die Probleme der Eltern, die auf die Betreuung der Kinder angewiesen sind. Ich bin sehr stolz, dass wir eine wenn auch eingeschränkte Kinderbetreuung in den Ferien anbieten können. Das ist uns nur gelungen, weil unser Kindergartenpersonal höchst flexibel und besonnen reagiert hat.
    Ferner danke ich den Organisatoren, Vereinen und Freiwilligen, die bereit sind, Ferienspiele anzubieten. Immerhin war die Zeit für die Kinder zuhause nun sehr lange. Etwas Ablenkung und Freizeitbeschäftigung tut sicherlich sehr gut!

    Ich wünsche mir sehr, dass die Vereine in unserer Gemeinde nicht verzagen und ihre Arbeit alsbald wiederaufnehmen können. Wir unterstützen ihre Arbeit mit aller Kraft!

    Neben den vielen baulichen Fortschritten in unserer Gemeinde, sind wir auch sehr froh darüber, dass die Natur sich in diesem Jahr so herrlich präsentiert. Das sollten wir mit all´ unseren Möglichkeiten auch begleiten und erhalten.

    Das Thema „Wachsen lassen“ ist nichts Neues in unserer Gemeinde, aber erstmals lassen wir noch weitere Flächen „wachsen & gedeihen“. Wir wünschen uns, dass die Augen der Bürgerinnen und Bürger sich daran gewöhnen. Mag die ein oder andere Fläche nach dem Ausblühen auch „unordentlich“ aussehen, bitten wir sehr herzlich auch die Kehrseite wahrzunehmen: Wir brauchen diese Flächen überall dort, wo es nur irgend möglich ist, denn Insekten und die Nahrungskette für Vögel und Tiere sollte von uns nicht künstlich unterbrochen werden.

    Ich verbleibe für heute mit sehr herzlichen, sommerlichen Grüßen

    Ihre Bürgermeisterin
    Cäcilia Reichert-Dietzel

  • Ausgabe Mai 2020

    Ausgabe Mai 2020

    Liebe Bürgerinnen und Bürger

    die ersten Lockerungen dringen inzwischen bis in unser dörfliches Leben vor. So langsam kehrt wieder Leben in unsere Straßen und Plätze ein: Kinder gehen nach und nach wieder in die Schule, man kann in einigen kleine Läden zum Einkauf gehen und Sport unter den bekannten Regeln in eingeschränktem Maße draußen machen. Anderes muss noch Warten!

    Auch wenn größere Treffen zwischen Freunden und Familien noch nicht möglich sind, so ist es möglich sich aus zwei Haushalten wiederzusehen - wenn auch mit dem gebotenen Abstand.

    Und ja: der Frühling, das schöne Wetter, der Garten und die freie Natur lassen manchmal unsere Gemüter vor Freude „überschäumen“ - wir atmen auf, dass wieder mehr und mehr Normalität in unserem Leben Einzug hält. Das ist ein tolles Gefühl!

    Bei allen diesen Lockerungen bitte ich Sie zu beachten, dass das Land Hessen und auch die Gemeinde Ranstadt auf die VERNUNFT eines und einer jeden Einzelnen setzt, also auf Ihre Vernunft setzt!

    Nutzen Sie die Regelungen nur insoweit aus, als dass Sie dies persönlich für vertretbar halten, unter gebotener Vorsicht und vor allem mit Rücksichtnahme auf andere Menschen. Nur so können wir weiterhin in unserer Gemeinde dafür sorgen, dass es kein Rückfall gibt.

    Wir wollen auch kein Gegenspiel von JUNG & ALT oder KRANK & GESUND. Wir wollen alle mit gleichem Respekt und Achtung ansehen. Darum bitte ich Sie als Bevölkerung aus tiefstem Herzen und danke Ihnen zugleich!

    Dass nun schon 2.000 Masken gemeinsam genäht wurden, ist ein Zeichen dafür, dass unsere Gemeinde diese schwere Aufgabe positiv angenommen hat. Hier wieder ein herzliches Dankeschön!
    Auch wenn wir heute nicht das Ende dieser Krise ankündigen können, so bin ich sicher, dass wir hier vor Ort eine Menge dafür getan haben, dass die Ausmaße in einem erträglichen Rahmen geblieben sind. Das sind für uns in Ranstadt gute Nachrichten!

    Wir haben uns gestärkt und uns gegenseitig Mut gemacht. Nehmen wir dies mit in die nächsten Wochen, bei der immer noch großen Disziplin und Kraft erforderlich sein wird.

    In Verbundenheit und mit viel Zuversicht grüße ich Sie und verbleibemit herzlichen Grüßen

    Cäcilia Reichert-Dietzel

  • Ausgabe April 2020

    Ausgabe April 2020

    Ranstadt miteinander

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    hinter uns liegen die Osterferien und das Osterfest, das uns sicherlich sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

    Nun können wir uns fragen, was wird uns in Erinnerung bleiben?
    Wird es so sein, dass wir uns an das allumfassende Stichwort „Corona“ und an diese damit verbundene schwierige Zeit der Kontaktsperren, die geschlossenen Geschäfte und die vielen schlimmen Nachrichten erinnern?
    Oder erinnern wir der herrlich starken Sonne und der klaren Luft dieser Tage...?
    Werden uns ggf. sogar die Stille auf den Straßen und die Ruhe in unseren Häusern, das Gesellschaftsspiel mit den Eltern und die Telefonate oder Video-Treffen mit den Freunden in Erinnerung bleiben?
    Schließlich gab es unendlich viele Gespräche mit den engsten Angehörigen zuhause, zu denen wir endlich mal Zeit hatten?!
    Es gab aber auch Bedrückendes, Trauer sowie Trost und Kraft, wenn z. B. das Glockengeläut uns zusammenbrachte.
    Oder werden wir „danach“ - also nach Corona -  einfach so weitermachen wie vorher?
    Die Erinnerungen abschütteln?!

    Wenn ich mir etwas zu Ostern wünschen durfte, dann, dass wir aus dieser Zeit ein bisschen etwas mitnehmen. „Irgendetwas, das bleibt…“, ein wunderbarer Song von Silbermond, den wir 2011 anlässlich 40 Jahren Großgemeinde Ranstadt mehrfach gemeinsam gehört haben. Seit dieser ersten großen Gemeinschaftsfeier, haben wir sehr viel erreicht, was soziales Miteinander ausmacht: der jährliche Weihnachtsmarkt, das wiederkehrende Sommerkino, viele Veranstaltungen der Jahresuhr, wie Konzerte, Jubiläumsfeste, Wanderungen, Bürgerinfos und vieles mehr. Die Hilfsaktionen bei den Großbränden in der Großgemeinde, die anstrengenden und schweren Wochen nach dem Hochwasser 2014 und die überwältigende Hilfsaktion für Leni-Sophia in 2019.

    So viel haben die Menschen in unserer Gemeinde bereits in der Vergangenheit bewegt!

    Unsere Gemeinde hat in jeder Lage bewiesen, dass sie das „Miteinander“ ernst nimmt und „Ranstadt miteinander“ auch lebt!
    Und auch jetzt in der Corona Krise, die die Welt in Atem hält, gelingt es in unserer Gemeinde Ranstadt (und zwar in allen Ortsteilen besonders gut), sich den Herausforderungen zu stellen, die das Corona Virus mit sich bringt. Dies gilt für alle Generationen.

    Da kann ich nicht genug DANKESCHÖN sagen…

    • vorweg an alle, die draußen arbeiten müssen, ob als Mitarbeiter beim Bäcker, beim Supermarkt oder an der Tankstelle, an alle die, die für uns da sind,
    • den Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegepersonal in den Einrichtungen und Krankenhäusern und den ambulanten Pflegediensten,
    • an unser Kindergartenpersonal, die Verwaltung, die ehrenamtlichen Politikerinnen und Politiker, die besonnen sind, an unsere Feuerwehren, an unsere Straßenkehrer und unseren Bauhof, die jede Lage im Griff haben,
    • an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die Zettel ausgetragen haben,
    • an diejenigen, die Einkäufe für andere Menschen organisieren oder anderweitig helfen,
    • auch diejenigen, die abends singen oder vom Balkon musizieren,
    • den Pfarrern und Kirchengemeinden für ihre Video-Andachten und Briefe zu Ostern,
    • an die inzwischen 40 (!) Näherinnen in unserer Gemeinde, die innerhalb von zwei Wochen 1.000 Masken angefertigt haben (!!!) und
    • an all´ unseren großen und kleinen Künstlerinnen und Künstlern, die die Ortsteile mit bunten Ostereiern oder Bildern geschmückt haben!!!

    Ich bedanke mich auch bei allen, die sich an die Regeln halten und zu Hause bleiben. Es ist wichtig, dass wir uns selbst schützen und Rücksicht nehmen.

    Wir alle müssen diese Situation ernst nehmen: Es geht nach wie vor darum, die Krankenhäuser, die Intensivstationen und das Pflegepersonal nicht zu überstrapazieren und die bestmögliche Behandlung derer, die schwer erkranken, in vollem Umfang zu ermöglichen.

    Und an alle diejenigen, die sich täglich über Wiederkehrendes ärgern, wie...

    ... zu viel und lautes Gebrabbel von Nachbarn, Baulärm, Dreck und Staub auf den Straßen, leere Regale im Supermarkt, tobende Kinder, freche Jugendliche, lauter und schiefer Gesang, verspätete Müllabfuhr, kein WLAN oder geschlossene Recyclinghöfe…

    … diese Bürgerinnen und Bürger bitte ich sehr herzlich, diese Krise als Chance zu nutzen, Geduld und Nachsicht zu üben: Natürlich gibt es für unser Miteinander ein festes Regelwerk, an das man sich halten muss. Keine Frage! Dafür gibt es gesetzliche Regelungen und Verordnungen. Und ja: Im menschlichen Zusammensein gibt es quasi nichts, was nicht geregelt ist. Täglich ahnden wir als Staat Verstöße. Selbst die „Osterhasen“ werden nach einer europäischen „Schokoladenholraum-Verordnung“ angefertigt. Die meisten unserer Regeln haben ihren Sinn, erwachsen aus den grundgesetzlichen Ideen: Respekt, Verständnis, Achtung, Rücksichtnahme und Großzügigkeit (d.h. Geben ohne immer eine Gegenleistung oder Gegenreaktion zu erwarten!) Nachsicht, Augenmaß und Wertigkeiten von Mensch, Tier, Natur und Eigentum erkennen.

    Wichtig ist dabei zu erkennen: Das wesentliche „Miteinander“ funktioniert aus diesen Grundwerten heraus. Das sind Regeln für ein gesellschaftliches soziales Miteinander. Maßgebend trägt jeder Einzelne dazu bei, auch mit dem Willen, das zu ändern, was man ändern kann und sich in der Gemeinschaft positiv einzubringen.

    Ich habe einen persönlichen Wunsch: Möge diese Krise uns auch weiter in unserem Miteinander stärken und dabei die wesentlichen Dinge des Lebens erkennen lassen.
    Nur gemeinsam sind wir in der Lage, uns den Herausforderungen dieser ungewissen Zeit, die noch vor uns liegt, zu stellen.

    Ich stehe an Ihrer Seite und hoffe sehr, dass Sie und Ihre Familie sich als Teil dieses „Miteinanders“ verstehen. Allein das ist schon für Jede und Jeden von Ihnen ein großer Beitrag für die Erledigung unserer gemeinsamen Aufgaben in unserer Gemeinde!

    Von Herzen wünsche ich, dass Sie gesund bleiben!

    Ihre Bürgermeisterin

    Cäcilia Reichert-Dietzel

  • Ausgabe März 2020

    Ausgabe März 2020

    "Eine besondere Zeit"

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,
    wir erleben aktuell eine hochdynamische Entwicklung in unserem Land. Und ja: Uns bereiten alle diese Nachrichten Sorge.

    Ich nehme dies zum Anlass, Ihnen eine Einblick in unsere Arbeit vor Ort zu geben. Denn alles, was wir wissen und worüber wir in Ruhe nachdenken können, verhindert Panik und schafft auch neuen Raum für Mut!

    Wir haben uns in den letzten Wochen mit den Themen „Corona, Hanau und Geflüchtete“ beschäftigt. Hinzu kommen unsere eigenen Themen, wie Kinderbetreuung, Straßenbeiträge oder Bevölkerungssicherheit.

    „Mit Ruhe, Besonnenheit und der gebotenen Zügigkeit gehen wir ein Thema nach dem nächsten an.“ Dies ist die Botschaft an die Gemeinde Ranstadt.

    Inzwischen hat die WHO den Corona-Virus Covid-19 von Epidemie zu Pandemie heraufgestuft, so dass es nunmehr dringend Handlungsbedarf gibt.  Inzwischen gibt es Bund-Länder-Vereinbarungen (unter www.hessen.de), die drastische Einschränkungen mit sich bringen.

    Der Ansteckungsgefahr mit Covid-19 begegnen wir in Ranstadt mit der angemessenen Sorgfalt.
    Dies bedeutet, dass wir uns im Rathaus täglich neu beraten, auch in Abstimmung mit medizinischem Fachpersonal. So haben wir bei Bekanntwerden Regeln  festgehalten, wie z.B. die Intensivierung der Hygienehinweise in unseren Gebäuden, neben den üblichen Hinweisen zum Händewasche.

    Auch werden behördenintern notwendige Vorkehrungen getroffen, wie z. B. Einrichten von Homeoffice Plätzen, um mit Ihnen als Bürgern kommunizieren zu können.

    Dies alles sind reine Vorsorgemaßnahmen, die wir gegenüber un-serer Bevölkerung in eigener Verantwortung übernehmen. Daher haben wir uns dafür entschieden, Veranstaltungen, die nicht zwingend zur Funktionalität der Gemeinde erforderlich sind, aus besonderer Sorgfalt heraus abzusagen oder zu verschieben. Wir sind angehalten unser öffentliches Leben auf ein Minimum zu beschränken. Daher bitten wir Sie, Behördengänge - auch das Rathaus betreffend - auf die wichtigsten, unaufschiebbaren Angelegenheiten zu beschränken.
    Gerne können Sie uns bei Fragen anrufen oder eine Email senden.

    Ich appelliere an Ihre Vernunft: Nehmen Sie die Ansteckungsgefahr generell sehr Ernst! Bitte tragen Sie in angemessener Form Vorsorge für Ihre Gesundheit und nehmen Sie auf andere Rücksicht!

    Es geht in erster Linie darum, auf das Gesundheitssystem und dessen Kapazitäten soweit wie möglich Rücksicht zu nehmen, um eine dauerhafte Stabilität für die Versorgung ernsthaft erkrankter Per-sonen (auch die der nicht im Zusammenhang mit Covid-19 stehenden Er-krankten) zu gewährleisten.

    Wir bitten Sie, das soziale Miteinander in unserer Gemeinde durch Nutzung von Telefon, Whats App und anderen Ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln aufrecht zu erhalten.

    Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe!

    AUSSERDEM...

    liebe Bürgerinnen und Bürger,

    haben uns auch die schlimmen Bilder von Hanau oder auch die Amokfahrt von Volkmarsen nicht losgelassen. Wir fühlen mit den Angehörigen und haben teils fassungslos die Bilder in den Medien verfolgt

    Die wir in gesellschaftlicher Verantwortung stehen, besprechen selbstverständlich unsere Situation bei uns vor Ort und bewerten die Gefahren, soweit dies einschätzbar ist. Wir beraten uns dazu mit den Polizeibehörden.

    Auch das Thema Geflüchtete an der Türkisch-griechischen Grenze stand auf der Agenda der letzten Wochen. Wie könnten uns die schlimmen Bilder aus den Lagern auch kalt lassen? Das eine ist Empathie und Menschlichkeit, das andere die Frage nach dem „Wie“ ? Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Wichtig ist, dass wir in dieser Debatte nicht vergessen, dass gegenseitiger Respekt und
    Achtung vor anderen Menschen das wichtigste Gesetz ist.

    Bei allen diesen Themen sollten wir die tollen Baufortschritte in unserer Gemeinde nicht vergessen: der Ausbau der neuen Kindertagesstätte in Dauernheim und das Bildungs-, Begegnungs- und Brandschutzzentrum in Ranstadt nimmt Formen an.

    Man sieht: Vor Ort ist sehr viel möglich!

    Ich möchte Sie ermutigen, positiv zu denken! Angst ist ein schlechter Begleiter! Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Land und unsere Demokratie all´ diese schwierigen Zeiten überwinden kann, wenn wir gemeinsam die richtigen Signale setzen! Hier möchte ich stellvertretend den Frauenkreisen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde herzlich danken. Zum Frauenweltgebetstag am 06.03.2020 unter dem Motto: „Steh auf und geh´“ wurde das Land Simbabwe vorgestellt. Es wurde zu Mut, Versöhnung, Frieden und Liebe aufgerufen! Wie wahr!

    Auch in sehr schwierigen Zeiten führt uns gemeinschaftliches Handeln auf gemeinsame Wege. Auf diesen Wegen ist kein Platz für Hass, Neid, Ausgrenzung oder gar politische Scharmützel.

    Mit ganz herzlichen und zuversichtlichen Grüßen

    Ihre Bürgermeisterin
    Cäcilia Reichert-Dietzel

  • Ausgabe Januar 2020

    Ausgabe Januar 2020

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,
    inzwischen zählt das neue Jahr schon einige Tage.

    Die Teams des Rathauses, der Kindertagesstätten und des Bauhofs möchten unseren Mitbürgern nochmals für die vielen bewegenden, aufregenden und schönen Momente aus 2019 „Danke“ sagen.

    Besonderer Dank gilt allen, die uns ehrenamtlich begleiten und mit sachlicher Kritik, ehrlichem Lob, Dank sowie Unterstützung unsere Arbeit, zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger, wertschätzen.
    Bei vielen gemeindlichen Veranstaltungen konnten wir sehr viel Miteinander erleben. Beispielhaft zu nennen ist die Hilfsaktion für „Leni-Sophia“, die eine unendliche Hilfebereitschaft zutage brachte. Das war toll!
    Durch die vielen guten Aktionen in unserer Gemeinde wurden Hetze, Gewalt, Unzufriedenheit und Missmut im vergangenen Jahr durch die vielen guten Aktionen in unserer Gemeinde verhindert und ausgeglichen.

    Vielfalt, gegenseitiger Respekt und die Beachtung der Menschenwürde bleibt vordringlichste Aufgabe einer funktionierenden Gesellschaft vor Ort. Dafür sollten wir gemeinsam eintreten!

    Unsere Gemeinde hat auch in 2020 tolle Chancen und Möglichkeiten, sich positiv zu entwickeln. Dazu wünsche ich mir für 2020 erneut eine gute Zusammenarbeit in unserer Gemeinde zwischen Ehrenamt, Bürgern, Mitarbeitern der Gemeinde und der Gemeindepolitik.

    Ich freue mich auf das bevorstehende Jahr und wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein friedliches, erfolgreiches und gutes Jahr 2020.

    Herzlichst
    Ihre Bürgermeisterin

    Cäcilia Reichert-Dietzel